Vanessa da Mata – Blumentochter

In diesem Beitrag möchte ich euch ein Buch von

Vanessa da Mata,

nämlich:

Blumentochter

9783548613093_cover

(Cover: mit besten Dank an Ullstein Buchverlag!)

vorstellen.

Zum Inhalt:

Giza ist die Außenseiterin in ihrer Familie. In einer kleinen Stadt in den brasilianischen Tropen, in einer farbenfrohen Welt voller Mango- und Avocadobäume, lebt die junge Frau mit ihren Tanten Florinda und Margarida. Hinter ihrem Haus bestellen sie einen prächtigen Garten. Die Blumen verkauft Giza überall in der Stadt, und so erfährt sie auch von Liebesgeschichten, über die sonst nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt wird. Giza sehnt sich danach, so frei davonfliegen zu können wie die buntschillernden Papageien über ihrem Kopf. Als Florinda ihre erste große Liebe verhindert, flieht Giza in die große Stadt. Erst zwölf Jahre später kehrt sie zurück, mit ihrem Sohn, bereit, sich ihrer Liebe und ihrer Vergangenheit zu stellen.

Über die Autorin:

Die Brasilianerin Vanessa da Mata, geboren 1976, ist in ihrem Heimatland eine sehr erfolgreiche Sängerin und Songwriterin. Sie gewann den Latin Grammy Award und wurde zu einer der 25 kreativsten Frauen gewählt.

Mein Fazit und meine Rezension:

Aldegiza – von den Leuten Giza genannt- wächst im Hause ihrer beiden Tanten Florinda und Margarida behütet auf. Doch von Liebe und Zärtlichkeit ist dort nicht viel zu sehen. Diese findet Giza nur bei ihrer täglichen Arbeit mit den Blumen, denn ihre Tanten und sie führen ein gut gehendes Blumengeschäft. Jeden Tag aufs neue kümmert sich Giza um die Blumen und fährt diese aus – meist gespickt mit einer geheimen Botschaft für den oder die Liebste.

Auch in ihrer Stadt begegnet man Giza mit Reserviertheit. Die Leute sind nett zu ihr, doch halten sie sich zurück und richtige Freunde hat sie auch keine. Woher das kommt, vermag auch Giza nicht zu sagen.

An ihrem 18. Geburtstag lernt Giza den schönen und intelligenten Tito kennen, der nicht nur von ihr begehrt wird. Doch Giza fühlt sich noch nicht als Frau und wird so schnell verunsichert und nicht zuletzt ihre Tante Florinda trägt dazu bei.

Eines Tages soll sich Giza jedoch etwas umschauen, sie soll aus dem Haus und die Ferne erkunden. Giza zieht es in den verbotenen Stadtteil: Vila Morena. Dort trifft sie auf für sich sonderbare Gestalten: die offenherzige und stets direkte Juliana und die beiden Säufer Salada und Major. Trotz der Vorurteile, die die Stadtbewohner gegen die Vila-Bewohner haben, nehmen diese Giza freudig und unvoreingenommen in ihrer Mitte auf. Sie erzählen ihr von der Königin, die immer zum Vollmondfest erscheint und einen Mann aus Vila auserwählt. Alle Bewohner der Vila scheinen der Königin verfallen zu sein. Giza ist zunächst misstrauisch, dass eine Frau so viel Aufmerksamkeit und so viel Liebe erfahren kann, obwohl sie nur so selten erscheint und so möchte sie diesem Fest beiwohnen, um das Mysterium zu ergründen. Da ihre Tante ebenso wie die anderen Stadtbewohner von Vila nichts halten und Giza strikt verboten haben, dorthin zu fahren, schleicht sie sich nachts unbemerkt aus dem Haus und stiehlt sich zum Fest und dort wird nicht nur die Königin gefeiert. Auch Giza erfährt dort die Wendung vom Mädchen zur Frau.

Von nun an ist Giza ein gern gesehener Gast in Vila. Doch eines Tages wird sie von einer Krankheit heimgesucht, die sie ihre Besuche dort einstellen lässt. Während ihrer Bettlägerigkeit erfährt sie von einem Geheimnis, das nicht nur die Stadt, sondern auch Giza selbst zu umweben scheint. Doch niemand verrät ihr etwas. Es liegt also an ihr, dieses zu ergründen und endlich die Wahrheit über ihr Leben herauszufinden. Vielleicht liegt auch dort die Erkenntnis darüber begraben, weswegen ihr die Stadtbewohner mit so einer Kälte und Reserviertheit begegnen?

Doch mehr verrate ich nicht. Dazu müsst ihr schon das Buch lesen.

Anfangs war ich nicht so begeistert von dem Buch. Der Schreibstil ist zwar flott, aber war auch für ich etwas verwirrend, da nicht nur die Farben, sondern auch die Gerüche und die Umgebung so genau beschrieben wurden, dass es schon fast zu viel des Guten war. Dann werden noch die Geschichten einzelner Stadtbewohner erzählt, die man nicht direkt einsortieren kann – zunächst also zu viel Information. Doch dann gewinnt die Geschichte an Lauf. Giza wird mehr zum Mittelpunkt und man erlebt ihre Wendung vom Mädchen zur Frau – nicht nur in der Geschichte, auch im Erzählstil der Autorin. Irgendwann ist man jedoch so mit Giza und ihrer Geschichte verbunden, dass man gar nicht mehr aufhören kann. Man kann den Lesefluss einfach nicht unterbrechen, auch wenn man möchte, denn man ist selbst so erpicht darauf, das Geheimnis zu lüften, das über den Dächern der Stadt liegt, dass man sich zusammenreißt und einfach weiter liest. Für mich war es schon schwer zu den einzelnen Leseabschnitten zu stoppen!

Alles in einem kann ich dieses Buch weiter empfehlen! Nicht nur die Geschichte hat es in sich, auch der Schreibstil und nicht zuletzt die Aufmachung des Buches runden alles ab.

 

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

 

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