Minna Lindgren – Rotwein für drei alte Damen

In diesem Beitrag möchte ich euch das Buch von

Minna Lindgren

vorstellen:

Rotwein für drei alte Damen

Rotwein für drei alte Damen Minna Lindgren

(Cover: mit bestem Dank an KiWi Verlag!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch Verlag (10.03.2016)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-462-04724-0
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 2,7 x 21,6 cm
Preis: 14,99 € (TB) / 12,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt:

Die aufgeweckten, sehr agilen Witwen Siiri, Irma und Anna-Liisa sind Nachbarinnen in der Senioren­residenz »Abendhain«. Die rüstigen Damen, alle Mitte 90, verbringen den Tag mit Kartenspielen und zu viel Rotwein. Um keine Osterhäschen basteln zu müssen, lassen sie sich gerne von der Straßenbahn kreuz und quer durch Helsinki fahren. Die fröhliche Routine endet mit einem Todesfall, doch hat es nicht etwa einen der greisen Mitbewohner dahingerafft, sondern Tero, den jungen Koch. Mit diesem Unglück beginnt eine ganze Reihe zwielichtiger Vorfälle, die das Leben der drei Freundinnen kräftig durchschütteln und alles, was als sicher galt, über den Haufen werfen. Welches böse Spiel treibt die Oberschwester, und hat die Heimleiterin tatsächlich keine Ahnung, was in »Abendhain« vor sich geht?
Ein Buch über beste Freundinnen, die trotz ihres hohen Alters weder ihren Humor noch ihren Sinn für das, was im Leben zählt, verlieren und einfach nur wollen, dass man sie für voll nimmt.

 

Zur Autorin:

Minna Lindgren, geboren 1963, ist eine finnische Journalistin und Bestsellerautorin, deren Romane rund um das Altenheim »Abendhain« in Finnland von der Presse gefeierte Bestseller sind und in zahlreiche Länder verkauft wurden. Minna Lindgren lebt in Helsinki.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Zu allererst möchte ich mich über das Cover und die Aufmachung vom Buch „auslassen“ – allerdings im positiven Sinne! Nicht nur die Darstellung, dieses altertümliche, verschnörkelte, das auch zu den alten Damen passt, auch die witzigen Motive und auch die hervorgehobene (nicht nur optisch, sondern auch zum Fühlen!) haben mir sehr gut gefallen. Ich habe das Buch im Rahmen einer Leseaktion gewonnen, doch wenn ich es so in der Buchhandlung entdeckt hätte, hätte ich es allein des Covers wegen gekauft! Und nicht nur das Cover, auch der Titel machen Lust auf mehr und wecken die Neugierde!

Ich hatte zuvor noch kein einziges Buch von Minna Lindgren gelesen, doch schon einiges über ihre Bücher und gerade über diese alten Damen gehört! Als Leser wird man auch direkt in die Geschichte „geworfen“. Man findet sich inmitten des Altenheimes „Abendhain“ in Finnland wieder und trifft auf die drei Protagonistinnen Siiri, Irma und Anna-Liisa. Was genau vor Ort abläuft, mag man zunächst nicht mitbekommen, zumindest ging es mir so. Erst, als die ersten Vorfälle passieren und getratscht wird, merkt man, dass es in dem beschaulichen Altenheim doch nicht mit rechten Dingen zu geht. Dass der junge Koch Tero verstirbt, wird zunächst als Nebensache erwähnt, doch nimmt eine der drei Damen persönlich sehr mit. Ob dieser jedoch einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist oder was genau mit ihm passiert ist, erfährt man erst in der weiteren Geschichte. Der Alltag der drei älteren Damen in ihrem „Abendhain“ erweist sich dabei nicht nur immer als amüsant, eintönig oder einfach nur „normal“, sondern ergibt auch den ein oder anderen Überraschungsmoment. Hellhörig werden die drei Damen, als mitten unter ihnen ein gewaltsamer Übergriff auf einen alten Kriegsveteranen stattfindet, und dass dieser sowie sein alter Freund kurze Zeit später in der Demenzstation „unter Verschluss“ gehalten werden, trägt auch nicht gerade zur Aufklärung bei. Doch Siiri, Irma und Anna-Liisa wären nicht sie, wenn sie sich durch mysteriöse Pakete, Tabletten oder gar einem Feuer abschrecken ließen – immerhin haben sie auch die Hilfe von einem „Höllen-Engel“.

Miss Marple wurde hier mal Drei genommen!

Mir persönlich hat der Schreibstil sehr gefallen. Die Geschichte als solche war auch interessant, obwohl ich es doch sehr merkwürdig fand, dass der Tod des Kochs (der immerhin als Titel des Buches herhält!) doch nur nebenbei erwähnt wurde und noch nicht einmal viel dazu gesagt wurde. Die schrecklichen Vorfälle allerdings waren gut eingebaut und auch, als Irma in Gefahr gerät sieht man, dass Freundschaft nicht dort aufhört. Gegen Ende wurde es doch ziemlich langatmig und man ist mit Siiri durch die Straßen gehetzt, hatte irgendwie den Eindruck, dass schnell alles erzählt werden müsste, egal ob es Sinn ergab oder nicht …

Letzten Endes kann ich sagen, dass mich das Buch doch für ein paar Stunden amüsiert hat, nur würde ich wohl ein weiteres Buch nicht lesen wollen und letzten Endes bleibt nach wie vor die eine Frage offen: Wie starb der junge Koch?

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*